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Ackerschachtelhalm ist nicht nur ein Unkraut

Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, wächst vorrangig auf Äckern, an Gräben und am Wegesrand. Die Pflanze mag es besonders feucht und ist deshalb in derartigen Gebieten zu finden. Für Landwirte gilt dieses Gewächs, wegen seiner hartnäckigen Wurzeln, eher als Unkraut und wird deshalb auch bekämpft.
Als Hausmittel hingegen hat sich der Ackerschachtelhalm schon lange einen guten Namen gemacht. Wie und wann er eingesetzt werden kann, was zu beachten ist und wann Zinnkraut nicht zum Einsatz kommen sollte, lesen Sie hier.


Kieselsäure

Für die Heilmedizin sind hauptsächlich die unfruchtbaren, grünen Sommertriebe interessant. Zehn Prozent bestehen aus Kieselsäure und wasserlöslichen Silikaten. Kieselsäure wird in der Kosmetikindustrie gerne verwendet. Sie spielt beim Aufbau von Knochen, Finger- und Fußnägeln, bei der Haut und auch bei den Zähnen eine wichtige Rolle. Weitere 0,2 bis 0,9 Prozent sind Flavonoide, wie Quercetin und Kämpferol.


Ackerschachtelhalm zum selber sammeln?

Wer sich wirklich gut auskennt, kann den Ackerschachtelhalm gerne selber sammeln. Dazu wird allerdings eine sehr gute Kräuterkenntnis vorausgesetzt. Auf Äckern ist das allerdings etwas fragwürdig, weil unter Umständen ein chemisches Unkrautgift vom Landwirt gegen die Pflanze eingesetzt worden sein könnte. Vorsicht und Wachsamkeit ist ebenfalls wichtig, da eine Verwechslung mit dem Sumpfschachtelhalm aufgrund der Ähnlichkeit schnell passiert ist. Dieser ist giftig und darf natürlich nicht zur Weiterverarbeitung als Heilmittel genutzt werden. Auch als Kenner sollten Sie ein Kräuterbüchlein dabei haben.
Bei einem ausgebildeten Kräuterhändler oder sogar in der Apotheke bekommen Sie bereits getrocknete Triebe oder Fertigprodukte. Sie sind dadurch auf jeden Fall auf der sicheren Seite.


Bei Blasenentzündung wirkt der Ackerschachterhalm lindernd

Ackerschachtelhalm wird gerne bei einer bakteriellen Blasenentzündung eingesetzt. Die Flavonoide wirken wassertreibend. Somit wird eine gute Durchspülung der ableitenden Harnwege erreicht. Die Keime werden ausgeschwemmt und auch die Entzündung klingt nach und nach ab.
Auch bei der Bekämpfung von Nierengrieß hilft Ackerschachtelhalm auf natürliche Art und Weise. Ebenso hilfreich wirkt er bei Geschwulsten oder Hautunreinheiten.
Wunden, die nur schwer bzw. langsam heilen wollen, können äußerlich mit Zinnkraut behandelt werden. Somit wird der Heilungsprozess beschleunigt.


Acherschachtelhalmtee/ Zinnkrauttee

Geben Sie 2 gestrichene Teelöffel Zinnkraut in eine Tasse und gießen Sie kochend heißes Wasser drüber. Decken Sie die Tasse ab und lassen Sie den Aufguss etwa 8 Minuten ziehen. Danach gießen Sie den Tee ab und nun kann er langsam mit kleinen Schlückchen getrunken werden.
Dieser Tee hilft besonders bei einer Blasenentzündung. Trinken Sie täglich ein bis zwei Tassen, aber vergessen Sie nicht zusätzlich weitere Tees oder Mineralswasser zu trinken.

Für einen Absud kann man 2 Esslöffel Kraut in einem Kochtopf geben, ½ Liter kaltes Wasser hinzufügen und das Ganze dann etwa 2 Minuten aufkochen lassen. Nehmen Sie den Topf von der Herdplatte und lassen Sie den Absud nun 10 Minuten ziehen.
Bei unreiner und fettiger Haut können Sie sich einmal in der Woche damit einreiben. Das verbessert das Hautbild und schließt große Poren der Haut.

Für einen Auszug gibt man 2 Esslöffel Zinnkraut in kaltes Wasser (etwa ½ Liter) und lässt den Topf nun eine Stunde lang abgedeckt stehen. Danach wird das ganze für 15 Minuten zum Kochen gebracht. Nutzen Sie die kleinste Stufe bzw. Flamme, da es nur sehr leicht köcheln darf. Nachdem den Topf von der Herdplatte genommen wurde, muss der Inhalt 10 Minuten lang ziehen.
Dieser Auszug eignet sich bestens für Umschläge bei Hautjucken, Geschwulsten und Ekzemen. Fragen Sie aber bitte vorab Ihren Arzt nach der Häufigkeit dieser Wickel.
Ebenso können diese Umschläge bei einer Akneerkrankung eingesetzt werden.


Bitte beachten Sie:

Herz- und Nierenfunktionsstörung in Verbindung mit Wassereinlagerungen dürfen mit dieser Heilpflanze keinesfalls behandelt werden. Bei Durchspülungen mit Ackerschachtelhalm müssen Sie unbedingt auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten.

Um eine Überdosierung oder gegebenenfalls eine zu schwache Dosierung der genannten Zubereitungsformen und deren Anwendung zu vermeiden, fragen Sie vorab immer beim Apotheker oder bei Ihrem Arzt nach.



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