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Hilfe bei Frostbeulen

Frostbeulen entstehen durch Kälteeinwirkung. Dabei werden zwischen den Zellen Eiskristalle gebildet. Folge ist die Zerstörung der Zelle und das Zusammenklumpen der roten Blutkörper. Das hat einen Gefäßverschluss zur Folge. Die Durchblutung wird massiv gestört und letztendlich stirbt das Gewebe ab.
Um Frostbeulen zu erleiden, muss es nicht unbedingt extrem kalt sein. Die entsehen bereits bei sehr langer Kälteeinwirkungen um den Gefrierpunkt. Wintersportler, Kinder und ältere Menschen sind am häufigsten betroffen.


Vorbeugung

Natürlich ist zunächst eine angemessene Kleidung wichtig. Achten Sie besonders beim Schuhwerk und bei den Socken auf den lockeren Sitz. Zu eng anliegende Kleidung kann die Bildung von Frostbeulen begünstigen. Auch sollten Sie vorzugsweise zu atmungsaktiven Materialien greifen.

Beim Wintersport wird häufig Alkohol getrunken. Damit sinkt der Empfindungsgrad für Kälte, je nach Menge des Alkohols, erheblich. Es besteht die Gefahr, dass Sie Kälte nicht mehr wirklich wahrnehmen.
Nicht selten kommt es unter hohem Alkoholeinfluss zu Stürzen. Sollten Sie dann aus Schwäche oder ähnlichen Gründen sich nicht mehr selbst aufrichten können, besteht sogar die Gefahr zu erfrieren.

Bleiben Sie immer in Bewegung. Das fördert die Durchblutung und verhindert oftmals Frostbeulen. Sollten Sie Bewegungspausen einlegen, kontrollieren Sie nochmals Ihre Kleidung, wie Mützen ( Fellmützen sind besonders gute Wärmespender), Ohrenschützer, Handschuhe und Fußbekleidung. Ein guter Gesichtsschutz ist ebenfalls ratsam, denn auch Wangen, Lippen, Stirn und Nase sind durchaus gefährdet.

Sind Sie bereits von Durchblutungsstörungen vorbelastet, ist besondere Vorsicht geboten.
Kälte in Verbindung mit Drogenmissbrauch, unzureichende Ernährung oder Rauchen begünstigt ebenfalls die Frostbeulenbildung. Gehen Sie also nicht mit knurrendem Magen in die Kälte und lassen Sie die Zigaretten bzw. sonstige Drogen weg.


Was sollte man nicht tun bei Frostbeulen?

Immer noch oftmals angewendet, aber definitiv nicht zu empfehlen, ist das „Aufheizen“ von innen mit Alkohol. Alkohol erweitert die Gefäße der Haut, was zur Folge hat, dass noch mehr Wärme verloren geht.
Auch das Einreiben mit Alkohol sollten Sie tunlichst unterlassen, selbst wenn Ihnen von zahlreichen Seiten dazu geraten wird.

Das Aufwärmen der betroffenen Stelle mit heißem Wasser ist ebenfalls nicht sinnvoll. Der extreme Temperaturunterschied kann äußerst unangenehm sein. Zudem ist sogar eine Verbrennung der nicht betroffenen Haut möglich.

Ebenso unvernünftig ist das Ab- bzw. Einreiben mit Schnee. Durch Reibung entsteht zwar Wärme, aber kalte, feuchte Hilfsmittel bringen keinerlei Linderung.


Hilfe bei Frostbeulen

Als erstes heißt es natürlich raus aus der Kälte! Die Ersterwärmung sollte nicht gleich wieder durch Kälteeinfluss verloren gehen. Ein ständiger Wechsel zwischen warm und kalt ist nicht zu empfehlen.

Reiben Sie mit warmen und trockenen Händen die Stelle ab. Gehen Sie dabei sanft vor und verfallen Sie nicht ins Rubbeln. Auch ein Umschließen mit den warmen Händen hilft anfangs ganz gut.

Sollte Ihre Kleidung feucht sein, ist diese sofort in einem warmen Raum zu entfernen. Ein Vollbad bringt zusätzlich Wärme. Die Temperatur sollte nach und nach gesteigert werden, aber nicht zu heiß sein. Als Zusatz ist 500g gekochte (ca. 15 Minuten)Eichenrinde zu empfehlen.
Kuscheln Sie sich dann in trockene und wärmende Kleidung ein. Legen Sie sich zusätzlich eine Wolldecke um den Körper.

Versorgen Sie sich schnellstmöglich mit heißen Getränken. Keinen Alkohol wie Glühwein oder Grog! Besonders ratsam ist Tee, aber Sie können zur Not auch heißes Wasser trinken. Das wärmt den Körper insgesamt gut durch.

Halten Sie die betroffene Stelle unter fließend warmen Wasser. Der Strahl sollte gleichmäßig sein und besonders weich und sanft. Beginnen Sie mit lauwarmem Wasser und steigern Sie die Temperatur nach und nach. Bitte keine heiße Temperatur wählen!
Zur Not geht auch ein mit warmem Wasser gefülltes Gefäß. Bewegen Sie die betroffenen Körperteile darin langsam hin und her.

In der Apotheke erhalten Sie eine Mischung von Zinnkraut und Eichenrinde. Geben Sie 50g in eine Schale und gießen Sie ½ Liter heißes Wasser drüber. Nach dem Abkühlen tauchen Sie ein sauberes Leinentuch hinein und wickeln es um die Frostbeulen.

Bei Frostbeulen an den Füßen hilft ein Fußbad mit frischem Meerrettich. Geben Sie dazu 3-4 gehäufte Teelöffel in eine Schale, gießen Sie heißes Wasser drüber, lassen Sie das Ganze etwa 12 Minuten ziehen und gießen Sie es dann in Ihr Fußbad.


Ist der Schmerz zu stark?

In den meisten Fällen kommt es bei Frostbeulen zu starken Schmerzen. Wenn es gar nicht anders geht, nehmen Sie ein leichtes Schmerzmittel. Die Betonung liegt hierbei auf leicht!
Sollten die Schmerzen unerträglich werden, ist sofort ein Arzt zu informieren. Dieser wird weitere Maßnahmen einleiten und auch bei der Wahl des Schmerzmittels behilflich sein.



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