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Löwenzahn ist kein Unkraut

Vollkommen unterschätzt wird heutzutage der Löwenzahn. Da bewahrheitet sich doch tatsächlich die Bezeichnung “Schlauer Hase“, denn Hasen lieben frischen Löwenzahn und wissen vielleicht sogar, dass er nicht nur gut schmeckt, sondern auch als Heilmittel bestens geeignet ist.

Löwenzahnblätter muss man nun wirklich nicht im Garten selbst anbauen, denn er wächst auf fast allen Wiesen und an Wegesrändern. Am wertvollsten sind Blätter und Wurzeln, wenn Sie diese zwischen Mitte April bis Ende Mai/ Anfang Juni sammeln. Für einen kleinen Vorrat sollten Sie die Löwenzahnpflanze komplett mit Wurzel ausstechen. Sie können sich somit ein paar Teile trocknen und müssen selbst im Winter nicht darauf verzichten.


Inhaltsstoffe des Löwenzahns

Bitterstoffe
Mineralstoffe (Kalzium, Schwefel, Natrium, Kieselsäure, Kalium)
Vitamine
Inulin
Glykoside
Triterpenoide
Cholin


Helfer bei folgenden Beschwerden

Gelenkerkrankungen
Hauterkrankungen- und Problemen wie z.Bsp.Akne
Krampfadern
Schuppen
Rheuma
Magen- und Darmbeschwerden
Appetitlosigkeit
Gelbsucht
als Prophylaxe bei Erkältungen
Nierensteine
Leber- und Gallenbeschwerden
dient zur Stärkung des Zahnschmelzes
Kreislaufprobleme
u.v.m.

Löwenzahn wirkt u.a. entwässernd, harntreibend, verdauungsfördernd, entgiftend und blutreinigend.


Trocknen von Löwenzahnblätter und Wurzelteilen

Achten Sie beim Sammeln der Blätter auf den Standort. Möglichst weit weg von Straßen, Industriegebieten oder engen Siedlungen, damit die Schadstoffbelastung nicht all zu hoch ist. Auch sollten Sie auf Wiesen vorab kontrollieren, ob diese nicht hautsächlich als Hundeklo genutzt wird. Zur Sicherheit waschen Sie die Blätter mit fließend lauwarmen Wasser ab.
Zerkleinern Sie die besonders zarten Löwenzahnblätter nur ganz leicht und legen Sie diese für ca. 6 Wochen an einen gut durchlüfteten und trockenen Ort auf eine Zeitung.
Dann können Sie das Trockengut in luftdichte und lichtgeschützte Behälter zur Aufbewahrung geben.
Bei den Wurzeln empfiehlt sich neben der Frühlings- auch besonders die Herbstwurzel. Reinigen Sie vorab die Wurzel von der Erde und schneiden Sie diese dann längs auf. Nun kommen die Teile auf einen Faden und werden am günstigsten auf dem Dachboden aufgehangen. Sobald sie trocken sind, werden die Wurzeln zerkleinert und ebenfalls in geschlossenen Behältern aufbewahrt.


Löwenzahn-Tee

Geben Sie einen Esslöffel getrocknete Löwenzahnblätter oder Wurzeln, bzw. einen Esslöffel kleingehackte frische Blätter in 250 ml kaltes Wasser, kochen Sie die Mischung für 2 Minuten auf. Lassen Sie den Tee für etwa 15 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen ist er trinkfertig.
Trinken Sie 1 bis 2 Tassen bei Magen- und Darmbeschwerden, zur Entschlackung, bei Hautproblemen, Leber- und Gallenbeschwerden, Kreislaufproblemen u.s.w.


Löwenzahn- Tinktur

Geben Sie 20 g Löwenzahnwurzeln ( im Idealfall frisch, aber zur Not auch getrocknet) in ein Schraubglas und gießen Sie 150 ml Weingeist oder 40% Alkohol hinzu. Stellen Sie das zugeschraubte Glas an einen möglichst sonnigen, warmen Ort. Schütteln Sie es einmal täglich leicht durch. Nach etwa 14- 20 Tagen können Sie die fertige Tinktur durch ein Tuch in eine dunkle Flasche abseihen und gut verschließen.

Haben Sie nach dem Essen Verdauungsprobleme, hilft ein ganz kleines Gläschen dieser Tinktur weiter. Zwei bis drei mal täglich ca. 15-20 Tropfen verdünnt mit Wasser wirken bei Akne, Ekzeme, Stoffwechselproblemen und bei der Blutreinigung.
Wegen des Alkoholgehaltes natürlich nicht bei Kindern oder Menschen mit Alkoholproblemen anwenden!


Bäder mit Löwenzahn

Gießen Sie etwa 3-4 Tassen Löwenzahntee ( Zubereitung siehe oben) in Ihr warmes Badewasser und verbleiben Sie etwa 15 bis 20 Minuten darin. Sie können zusätzlich auch noch eine Handvoll Löwenzahn ins Wasser geben.
Das Bad entspannt die Haut und lässt Sie wieder frisch aussehen.
Akne- und Pickelgeplagte haben nicht selten auch auf dem Rücken oder im Brustbereich Hautunreinheiten. Ein Löwenzahnbad verbessert das Hautbild und mildert Entzündungen.
Rheumapatienten werden sich ebenfalls wohl in einem Löwenzahnbad fühlen. Sicher wird Ihr Rheuma davon nicht verschwinden, aber die Schmerzen werden zumindest gelindert.

In einigen Fällen ließ der Saft aus den frischen Löwenzahnblättern und den Stängeln sogar hässliche Warzen verschwinden. Tropfen Sie sich dazu ein- bis zweimal täglich diesen Saft auf die Warze. Mit etwas Glück ist sie in 2-3 Wochen abgeheilt.

Löwenzahn ist also keinesfalls ein Unkraut, sondern tatsächlich ein unglaublich vielfältiges Heilgewächs. Unverträglichkeiten treten nur höchstselten auf. Zu Sicherheit sollten Sie bei Verdacht aber unbedingt Ihren Arzt konsultieren.



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