Wenn die Gelenke schmerzen

Gelenk- und Gliederschmerzen schränken unser Wohlbefinden erheblich ein. Wenn jede Bewegung zur Qual wird und Sie selbst in der Nacht vor Schmerz nicht vernünftig durchschlafen können, sollten Sie dringend mit entsprechenden Maßnahmen entgegensteuern.
In einigen schweren Fällen kann letztendlich nur ein Arzt, oftmals medikamentös, weiterhelfen. Bevor Sie es soweit kommen lassen, sollten Sie vorbeugen. Ein paar wertvolle Hausmittel lindern Glieder- und Gelenkschmerzen.
Gliederschmerzen können durch verschiedene Infektionskrankheiten entstehen.
Weitere Ursachen sind
Durchblutungsstörungen, zu enge Kleidung (besonders Schuhe), Überbelastung der Gelenke und sogar starker Alkoholkonsum. Nervenentzündungen oder Rheuma sind weitere Ursachen, bei denen es zu Schmerzen in den Gliedern kommen kann.
Essen Sie vermehrt Walnüsse. Das darin enthaltene Vitamin E verhindert Gelenkschmerzen.
Helfende Bäder
Bei Beingelenksschmerzen hilft tägliches Laufen durchs kühle Wasser. Einige Schwimmbäder bieten dafür eine gute Gelegenheit. Zur Not können Sie auch Ihre Badewanne bis zum Knöchel mit Wasser füllen. Gehen darin Sie mindestens 15 Minuten mehrmals auf und ab. Schieben Sie das Wasser mit sanfter Kraft vor sich her. Sollte das allerdings Schmerzen verursachen, bleiben Sie nur beim Gehen.
Gönnen Sie sich ein Vollbad mit Lindenblüten, welche Sie vorab gesäubert und mit heißem Wasser übergossen haben. Wählen Sie eine lauwarme Wassertemperatur und verweilen Sie etwa 10 Minuten darin.
Die richtige Ernährung
Schweinefleischerzeugnisse sind bei Gelenk- und Gliederschmerzen nicht zu empfehlen. Dazu gehören auch alle Wustsorten aus Schweinefleisch. Eine basische Ernährung ist hingegen ratsam. Fisch, Vollkorn- und Sojaprodukte, Obst, Gemüse und besonders Kartoffelprodukte sollten Ihren Speiseplan bestimmen.
Trinken Sie mehrmals am Tag frisch gebrühten Tee aus Weidenrinde oder Lindenblüten. Wählen Sie hierzu hochwertige Sorten aus dem Reformhaus oder der Apotheke. Insgesamt muss bei Gelenkschmerzen sehr viel getrunken werden. Neben den genannten Teesorten sind natürlich auch Mineralwasser oder verdünnte Säfte geeignet.
Cremes und Salben
Bereiten Sie sich eine Tinktur aus Rosmarin. Hierzu geben Sie frische und saubere Rosmarinblätter oder auch die Triebspitzen in ein lichtgeschütztes Glas und füllen es mit 70% Alkohol aus der Apotheke auf.. Stellen Sie nun den zugeschraubten Behälter an einen sonnigen Platz und lassen Sie ihn etwa 3 Wochen stehen. Dann werden die Rosmarinrückstände herausgefiltert und die Flüssigkeit in ein weiteres dunkles Fläschchen gegeben. Reiben Sie damit nun täglich 1-2 x Ihre schmerzenden Gelenke ein.
Eine Salbe, die einen hohen Arnikaanteil besitzt, bekommen Sie in der Apotheke. Reiben Sie sich täglich morgens und abends damit ein. Besonders vor der Nachtruhe ist diese Maßnahme zu empfehlen.
Lindernde Wickel
Wickel mit dem Saft aus Wirsingkohl lindern Schmerzen. Zerquetschen Sie auf einem sauberen Wickeltuch mit Hilfe eines Nudelholzes frische Wirsingkohlblätter, so das der Saft austritt. Wickeln Sie nun das feuchte Tuch um die entsprechenden Gelenke. Der Wickel sollte fest sitzen, aber nicht abschnüren. Erneuern Sie den Wickel sobald er trocken wird.
Heilerdewickel wirken ähnlich schmerzlindernd. Die Heilerde aus der Apotheke sollte bei der Zubereitung mit Wasser eine cremige Konsistenz besitzen. Die Erde nach dem Trocknen mit lauwarmem Wasser abspülen, dann etwas kälteres Wasser zum Nachspülen verwenden und bei Bedarf den Wickel erneuern.
Was Sie noch tun können
Kühlen Sie akute Glieder- und Gelenkschmerzen mit einer Kältekompresse. Sollte die Kälte zusätzlichen Schmerz verursachen, ist davon abzuraten.
Es kostet sicher etwas Überwindung, aber eine Behandlung mit Blutegeln hat sich schon häufig bewährt. Kurzweiliger Ekel vor den Saugern sollte Ihnen die Befreiung vom Schmerz wert sein. Diese Therapie ist allerdings nur mit Anleitung einer Fachkraft durchzuführen.
Gönnen Sie dem Schmerzgelenk etwas Ruhe und beginnen Sie dann mit einer ganz sanften und vorsichtigen Bewegungen. Sobald der Schmerz gelindert ist, können Sie sich Tag für Tag steigern. Übertreiben Sie es aber nicht, damit es nicht erneut zu Schmerzen kommt.
Dauern Ihre Gelenk- und Gliederschmerzen länger als 5 –6 Tage an, handelt es sich wahrscheinlich um tieferliegende Ursachen. Sie sollten damit unbedingt den Arzt aufsuchen, um eine Verschlimmerung der Schmerzen und eventuelle Spätfolgen zu vermeiden.
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