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Wenn die Hexe schießt

Einmal kurz eine falsche oder ruckartige Bewegung und schon schießt sie ungnädig los, die Hexe. Einen Hexenschuss erleiden nicht nur ältere Menschen, sondern auch immer mehr junge Leute sind davon betroffen.
Nicht selten sind Verschleißerscheinungen der Wirbelgelenke als Ursache zu benennen, aber auch Verspannungen der Muskeln, Blockadeerscheinungen oder ein Bandscheibenvorfall lassen einen Hexenschuss zu. Nicht ganz so bekannt ist es, dass ein Hexenschuss auch durch eine extreme Stresssituation oder durch den längeren Aufenthalt in Zugluft entstehen kann. Ebenfalls spielen Erkältungskrankheiten eine nicht all zu geringe Rolle.
Zunächst sind dem Betroffenen die Ursachen aber wohl völlig egal, denn so ein Hexenschuss zieht furchtbare Schmerzen mit sich. Man ist fast bewegungsunfähig und will so schnell wie möglich von den Schmerzen befreit werden, bevor man sich Gedanken über die Herkunft macht.


Erste Hilfe bei Hexenschuss!

Ein paar einfache und praktische Anwendungen bringen schnelle Linderung und gelten als Erste Hilfe Maßnahme.

Eine Massage mit Arnikaöl hilft Ihnen schnell. Lassen Sie beim Massieren nicht zu viel Druck ausüben und entscheiden Sie als Betroffener selbst, ob es Ihnen angenehm ist oder ob sich die Schmerzen sogar verstärken. Dann ist natürlich sofort aufzuhören. Die Massage sollte möglichst immer von einer ausgebildeten Fachkraft durchgeführt werden.

Wärme – oder Kälteanwendungen wirken schmerzlindernd. Für welche Sie sich entscheiden liegt oftmals am eigenem Empfinden. Einige Menschen reagieren auf Wärme positiver als auf Kälte und umgedreht.

Wärme
Wenn es ihre Bewegungsfreiheit noch zulässt, sollten Sie sich auf den Rücken legen und die Beine im rechten Winkel anziehen. Ist das nicht möglich, können Sie es auch in der Seitenlage versuchen. Im Idealfall hilft Ihnen eine zweite Person dabei, damit Sie nicht durch Umfallen o.ä. weitere Verletzungen erleiden. Durch das Anwinkeln der Beine wird der erste Schmerz etwas abgelenkt.

Sobald Sie sich etwas erholt haben, sollten Sie sich ein möglichst heißes Vollbad gönnen. Auch hierbei ist eine zweite Person ratsam. Wenn Sie bereits wieder stehen könne, genügt auch eine heiße Dusche.

Auch die Anwendung von Rotlicht kann die Schmerzen lindern. Bestrahlen Sie Ihren Rücken allerdings nicht länger als 7- 10 Minuten damit. Bei empfindlicher Haut sollten Sie besser vorab einen Arzt fragen.

Mischen Sie Essig mit heißem Wasser und lassen Sie sich mit einem getränkten Tuch damit den Rücken einreiben. Danach bereiten Sie sich einen Wickel aus gekochtem Kartoffelbrei, der möglichst noch heiß ist. Wechseln Sie den Umschlag, sobald er abgekühlt ist.
Sie können dem Brei auch großzügig frisch geriebenen Meerrettich hinzusetzen. Die ätherischen Dämpfe fördern die Durchblutung und wirken zusätzlich schmerzlindernd.


Hilfe gegen Hexenschuss aus dem Handel

In der Drogerie, im Reformhaus oder in der Apotheke bekommen Sie Dinkelkissen. Erhitzen Sie diese in der Mikrowelle und wärmen Sie die Rückenpartie damit. Bei Bedarf erneuern Sie das Kissen. Kirschkernkissen eignen sich ebenfalls gut, sind aber etwas härter.

Sollten Sie im Moment keine andere Möglichkeit haben, darf zunächst auch ein ABC Pflaster abgeklebt werden. Allerdings sollten Sie es nur bis zu 6 Stunden tragen und dann zu den anderen genannten Maßnahmen greifen.

Kälte
In der Apotheke erhalten Sie eine spezielle Kühlpaste. Legen Sie diese nochmals für eine Stunde in den Kühlschrank und reiben Sie sich dann damit den Rücken ein. Legen Sie sich danach hin und lassen Sie die Paste wirken.

Weiche Kühlkompressen helfen ebenfalls, aber Sie sollten unbedingt den Nierenbereich aussparen.

Reiben Sie den Rücken mit Franzbranntwein ein. Auch das kühlt gut und lindert die Schmerzen.


Kleine Übung - große Wirkung

Vorbeugend sollten Sie täglich ihr Becken ca. 30 mal nach rechts und links kreisen lassen. Bleiben Sie dabei möglicht in aufrechter Haltung. Wählen Sie immer einen festgelegten Zeitpunkt am Tag, damit sich Ihr Körper an die Regelmäßigkeit gewöhnt.


Keine Besserung bei Hexenschuss?

Sollten Sie nicht zum erstenmal einen Hexenschuss erleiden, ist natürlich ein Arzt zu konsultieren, der die Ursachen erforscht, Sie über mögliche Risiken informiert und vorbeugende Maßnahmen benennt.



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