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Zeckenbisse vorbeugen

Bevor hier jemand auf die Idee kommt, Zecken sind ja doch ganz harmlos und einen Biss kann man mit einfachen Hausmitteln behandeln, dem sei gesagt, dass der Biss einer infizierten Zecke ohne ärztliche Behandlung im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.
Die bekanntesten Krankheiten nach einem Zeckenbiss sind FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis = eine Form der Gehirnhautentzündung) und Borreliose ( eine Lyme-Krankheit).
Beide sind äußerst gefährlich. Die hier genannten Hausmittel dienen zur Vorbeugung gegen Zeckenbisse und zur richtigen Entfernung der Insekten.


Vorbeugung

Eine Impfung gegen FSME ist besonders in südlichen Bundesländern sinnvoll, aber die Ausbreitung geht so langsam auch in Richtung Norden. Leider gibt es gegen Borreliose keinen Impfstoff.

Waldspaziergänge und der Aufenthalt in freier Natur sind gesund, aber leider lauern hier die größten Gefahren. Zecken halten sich nur zu gern in Gräsern, Gebüschen oder Gehölzen auf. Tragen Sie deshalb unbedingt feste Schuhe, lange Hosen und Socken. Zecken krabbeln meist unbemerkt an Beinen und Armen hoch, suchen sich dann häufig eine Hautfalte und beißen sich letztendlich fest.

Sollte die Außentemperatur diese Kleidung nicht zulassen, reiben bzw. sprühen Sie sich ein. In der Apotheke gibt es verschiedene Antizeckenmittel, die aber keinen 100%-igen Schutz bieten. Teebaumöl oder Knoblauch sind natürliche Antizeckenmittel. Die Insekten haben eine Abneigung gegen den Geruch und so wird die Gefahr etwas eingedämmt.


Begeben Sie sich auf Zeckensuche...

Untersuchen Sie zu Hause sofort Ihren gesamten Körper. Vergessen Sie den Bauchnabel, Genitalbereich, Nacken, Achselhöhlen, Ohren und die Kniekehlen nicht. Zecken suchen einen Bereich, wo es Hautfalten gibt und wo besonders viel Körperwärme besteht.

Ihr freilaufendes Haustier wird häufiger eine Zecke mit nach Hause bringen. Passen Sie also auch hier auf und untersuchen Sie das Tier. Die Zecke könnte sich beim Tier noch nicht festgebissen haben und dann auf Ihren Körper übersiedeln.
Antizeckenmittel für Haustiere sind heutzutage relativ wirksam. So schützen Sie Ihren Liebling und sich selbst.

Zecken sind Überlebenskünstler. Werfen Sie also eine Zecke nicht einfach in den Müll oder in die Toilette. Entweder zur Untersuchung ins Labor oder vollständig abtöten, im Notfall sogar verbrennen.


Zeckenbiss

Sollten Sie tatsächlich eine Zecke entdeckt haben, dann müssen Sie diese sofort entfernen. Abkratzen, Zerquetschen oder mit den Fingern abziehen wäre völlig falsch. Eine Zecke wird mit der Pinzette entfernt. Greifen Sie mit der nicht all zu spitzen Pinzette an den Kopf der Zecke. Der sitzt direkt an der Hautoberfläche. Ziehen Sie nun die Zecke und Ihre Saugnäpfe langsam, aber bestimmt heraus. Drehen Sie die Pinzette dabei auf keinen Fall! Passen Sie auf, dass die Zecke nicht zerdrückt wird. Die Erreger könnten so erst recht in die Blutlaufbahn gelangen. Auch müssen Sie darauf achten, dass Sie mit der Pinzette nicht Ihre eigene Haut verletzten. Es droht Infektionsgefahr. Es gibt mittlerweile elektronische Pinzetten, die das Entfernen sehr sicher und exakt per Knopfdruck erledigen.


KEIN ÖL oder KLEBSTOFF!

Es wird immer wieder gesagt, dass man zur besseren Entfernung Öl oder Klebstoff auf die Zecke geben soll. Tun sie das bitte niemals. Die Zecke stirb davon zwar ab, aber sie kämpft ums Überleben und könnte dabei nochmals Erreger in den Körper bringen.

Heben Sie die Zecke auf und bringen Sie das Insekt zum Arzt. Der wird im Labor feststellen können, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt oder nicht. Zudem kann er sich die Bisswunde schon einmal ansehen und gegebenenfalls Sofortmaßnahmen einleiten.

Beobachten Sie die Bissstelle sehr genau. Rötet sich die Wunde ungewöhnlich, ist ebenfalls sofort ein Arztbesuch nötig. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, gehen sie vorsorglich zum Arzt.

Legen Sie frische Zwiebelringe auf die Bisswunde oder reiben etwas Essig drauf.
Quetschen Sie Spitzwegerichblätter und legen Sie die saftenen Blätter auf die Wunde. Das hilft etwas gegen Jucken oder Brennen.


Übrigens :

Normale, handelübliche Insektensprays halten Zecken überhaupt nicht ab. Sie sollten sich damit also nicht auf der sicheren Seite fühlen.



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